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Boutique statt Großkanzlei: Dr. Carmen Schneider setzt sich als Partnerin bei Chatham Partners aktiv für die Energiewende ein

Boutique statt Großkanzlei: Dr. Carmen Schneider setzt sich als Partnerin bei Chatham Partners aktiv für die Energiewende ein

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Von einer britischen Wirtschaftskanzlei wechselte Dr. Carmen Schneider in die Boutique-Kanzlei Chatham Partners LLP. Das junge Spin-Off wurde 2016 von einem Team um Partner aus dem Hamburger Büro der Magic-Circle-Sozietät Freshfields Bruckhaus Deringer gegründet. An der Schnittstelle zwischen kommerziellen und technischen Themen fokussiert sich die Boutique-Kanzlei auf Energie, Infrastruktur und Immobilien. Für Dr. Carmen Schneider liegen die Vorteile eines solchen Kanzlei-Modells auf der Hand: klarer Branchenfokus, hochkomplexe Projekte und ein agiles Team aus erfahrenen Experten. Ihr Beispiel zeigt, wie sich junge Anwälte außerhalb von Großkanzleien erfolgreich spezialisieren können und warum kreative Problemlöser im Energierecht perfekt aufgehoben sind.

Täglich erreichen uns neue Nachrichten zur Energiewende – und wenn jemand weiß, wie schwer es ist, erneuerbare Energien voranzutreiben, dann ist es Dr. Carmen Schneider. Sie begleitet große Projekte wie Wind- und Solaranlagen sowie innovative Blockchain-Lösungen für den Energiehandel. Ihr Arbeitsschwerpunkt ist die Zukunft der Energiegewinnung und damit ein wesentliches gesellschaftspolitisches Thema unserer Zeit. Sie ist überzeugt: „Wir können die Energiewende – wenngleich auch nur beratend und somit mittelbar – ein Stück weit aktiv mitgestalten“. Eine dieser Möglichkeiten wäre die Blockchain-Technologie. Mit ihrer Hilfe können Transaktionen auch ohne Mittelsmann fälschungssicher und transparent abgewickelt werden. Für den Energiebereich bedeutet das, dass jeder Bürger Marktteilnehmer und so Teil der Energiewende werden könnte. Aktuell erlaubt der Rechtsrahmen allerdings nicht die Ausschöpfung dieses Potentials, weshalb Dr. Carmen Schneider nicht nur entsprechende Plattformen berät, sondern auch im Blockchain-Bundesverband den Dialog mit der Politik sucht. Für uns erinnert sie sich, wie ihre Karriere begann.

„Wir können die Energiewende – wenngleich auch nur beratend und somit mittelbar – ein Stück weit aktiv mitgestalten.“

Nach einem Forschungsaufenthalt und der Promotion im Bereich Energierecht startet Dr. Carmen Schneider in einer deutschen Großkanzlei. Noch heute denkt sie gerne an ihr erstes Offshore-Windpark-Projekt zurück: „Das war ein Highlight, weil es ein wahnsinnig großes, internationales und fachübergreifendes Team gewesen ist und wir das Projekt wirklich von der Gründung der Projektgesellschaft bis zur Abwicklung von Ansprüchen gegen Vertragspartner begleitet haben“. In dieser Zeit arbeitete sie auch etwa ein Jahr im Rahmen eines Secondments direkt beim Mandanten – dem Energiekonzern Trianel. Der Windpark auf hoher See war mehr als nur ein großer Auftrag, „es war ein Pionierprojekt. Die Windräder drehen sich jetzt seit 2015“. Das bedeutete nicht nur jahrelange Beratung über verschiedene Projektzyklen hinweg, sondern auch mal heiße Phasen: „Gerade in der Errichtungsphase ging es hoch her. Da gab es übertrieben gesagt fast jeden Tag eine andere Hiobsbotschaft.“

Dr. Carmen Schneider steht hinter Glasscheibe und erzählt zum Energiewitschaftsrecht

„Das Energierecht ist sehr kreativ. Wenn man neue Projekte realisiert, die es so noch nicht gab, muss man sich schon eine Menge Gedanken machen.“

Wie löst man solche Situationen? „Es war vor allem Kreativität gefragt“, denn oft mussten schnell effiziente Lösungen her und Entscheidungen in kürzester Zeit getroffen werden. Im Arbeitsalltag trafen deshalb je nach Projektzyklus Experten aus verschiedenen (Rechts-)Bereichen aufeinander. Während am Anfang noch die Frage stand „Wie muss ich das Projekt strukturieren, damit es fliegt?“, stößt man nach dem Aufsetzen der Commercial Contracts unweigerlich auf Hürden bei der Implementierung des Projekts. Dann sind Contract und Claim Management nötig, und zwar so schnell wie möglich. „Am meisten an diesem Projekt hat mich die Geschwindigkeit gefordert, mit der die Leistung abgerufen wurde.“, erinnert sich Dr. Carmen Schneider, „und die Tatsache, dass es ein Pionierprojekt war, führte dazu, dass viele rechtliche Themen aufkamen, mit denen sich zuvor noch nie jemand befasst hatte“. Den Anwaltsberuf an sich und vor allem die Projektentwicklung erlebt Dr. Carmen Schneider als sehr kreativ, denn bis eine Idee realisiert ist, heißt es immer wieder „Was geht?“ und „Wie geht es?“ – natürlich innerhalb des rechtlichen Rahmens.

Dr. Carmen Schneider steht in Küche des Chatham Partners Büros und erzählt zum Energiewitschaftsrecht
Chatham Partners Stifte und Schreibblock liegen auf einem Tisch

„Wir sind exzellent vernetzt im Energiesektor, haben eine sehr hohe juristische Expertise und ein großes Marktverständnis.“

Ihre Erfahrungen nutzt Dr. Carmen Schneider heute, um bei Chatham Partners Energieversorger, Investoren, Projektentwickler und Energiedienstleister im Energiewirtschaftsrecht zu beraten und Projektentwicklungen in den Bereichen On- und Offshore, Wind und Solar sowie Energiehandel zu begleiten. Nach wie vor ist ihr dabei eines besonders wichtig: „Wir bieten Beratung für das komplette Projekt von Tag 1 bis zum Abschluss“. Ein großer Vorteil des Boutique-Modells ist dabei seine Flexibilität: „Wir sind sehr agil, weil wir ein kleines Team sind. Dadurch können wir optimal die Bedürfnisse der Mandanten abbilden“. Kurze Wege und schnelle Entscheidungen prägen den Arbeitsalltag. Gleichzeitig unterscheidet sich laut Dr. Carmen Schneider das Mandantenprofil und der Qualitätsanspruch nicht von einer Großkanzlei, „das liegt wohl daran, dass alle Partner zuvor in namhaften Großkanzleien tätig waren“. Ganz im Gegenteil – innerhalb des jeweiligen Spezialgebiets verfügen Boutiquen über sehr hohe Expertise: „Wir verstehen die Branche, die technischen und wirtschaftlichen Zyklen, die Produkte und die wirtschaftlichen Interessen der Mandanten“.

„Akquise ist wesentlicher Bestandteil unseres Geschäfts und man kann mit den Netzwerken nicht früh genug anfangen.“

Aber wie fühlt es sich an, bei Chatham Partners LLP zu arbeiten? Dr. Carmen Schneider schätzt vor allem den kollegialen Umgang: „Ich kann hier mit exzellenten Kollegen arbeiten. Jeder kennt jeden, jeder spricht mit jedem. Hier ist alles sehr offen“. Das Team ist zwar recht jung, aber dennoch erfahren und hochspezialisiert. Customer Centricity wird gelebt und das heißt Mandantenkontakt ab dem ersten Tag. Neue Associates bauen von Anfang an ihr eigenes Netzwerk auf und lernen auf Secondments, wie die Branche tickt. Und das Arbeitsumfeld? „Unsere Arbeitsräume sind großzügig und inspirierend gestaltet. Die beiden Bürohunde tragen auch zu der schönen Arbeitsatmosphäre bei“. Davon profitieren auch die Mandanten, denn jeder wird in den Räumen von Chatham Partners freundlich und offen empfangen. Anfängern rät Dr. Carmen Schneider, jede Chance zu ergreifen, um ihre Anwaltspersönlichkeit zu entwickeln: Mandanten und andere Experten kennenlernen, Kontakte knüpfen und sich auf ein herausforderndes Spezialgebiet fokussieren.

Bild eines Turms mit Hamburgflagge
Dr. Carmen Schneider sitzt in Meetingraum und referiert zum Thema Energiewitschaftsrecht

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