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Als General Counsel steuert Katrin Moder FlixBus zum globalen Mobilitätsanbieter

Als General Counsel steuert Katrin Moder FlixBus zum globalen Mobilitätsanbieter

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Unternehmerisch zu denken und zu handeln gehört für Katrin Moder als General Counsel bei der FlixMobility GmbH zum Tagesgeschäft. Seit 2017 managt sie als Chefjuristin die rechtlichen Herausforderungen, die sich mit dem Wachstum des erfolgreichen Mobilitäts-Unternehmens ergeben.

Als die FlixMobility GmbH ihr 2015 das Angebot macht, als Legal Counsel einzusteigen, sagt sie spontan zu. Seitdem wächst Katrin Moder mit dem Unternehmen. Sie baut als einzige Juristin die Rechtsabteilung auf, in der heute zehn Experten arbeiten – nicht die letzte Herausforderung die sie meistern musste. Denn kurz zuvor fusionierte FlixBus mit MeinFernbus. Für sie als Juristin bedeutete das, die neu entstandene Gesellschaft zu strukturieren und aufzubauen. Eine aufregende Zeit: „Wir haben die Fusion mit einem extrem kleinen Team gestemmt. Ähnlich lief es bei unseren Aquisitionen von Megabus oder Postbus. Dabei habe ich die Verhandlungen teilweise selbst geführt – eine extrem spannende Herausforderung,“ erinnert sie sich. In nur knapp zwei Jahren stieg Katrin Moder zum General Counsel auf und gestaltet heute als Chefjuristin die Veränderungen, die das schnell wachsende Unternehmen mit sich bringt, aktiv mit.

Mittlerweile ist die FlixMobility GmbH mit 350.000 täglichen Verbindungen in mehr als 29 Ländern Marktführer für Fernbusreisen. „Als wir auf den Markt kamen, gab es in Deutschland nur Schul- und Kaffeefahrten. Wir mussten Fernbusreisen erst wieder attraktiv machen,“ erklärt Katrin Moder. Dies gelingt mithilfe von Digitalisierung und einem dynamischen Preissystem. 2018 ist ein Jahr der Expansion: FlixMobility erschließt sich den Markt in den USA und mit FlixTrain einen neuen Businessbereich – die Schiene. Ein enormer Schritt. Katrin Moders Augen leuchten, wenn sie über solche Wachstums-Projekte spricht: „Für mich sind das einige der vielen Highlights meiner Laufbahn.“

„Wir mussten Fernbusreisen erst wieder attraktiv machen“

Katrin Moder sitzt in der Cafeteria des FlixBus Bürogebäudes
Rutsche im FlixBus Bürogebäude

Seit Mai 2018 ist FlixBus auch auf den Straßen der US-Westküste unterwegs. Katrin Moder war von Anfang an beim Markteintritt involviert. Kern ihrer Arbeit: Das Geschäftsmodell von FlixBus in enger Zusammenarbeit mit US-Anwälten in den USA umzusetzen. „Der ganze Prozess hat ein Dreivierteljahr gedauert, das war schon sehr intensiv,“ erinnert sie sich. Hinzu kommt die Doppelbelastung: Wenn man mit US-Anwälten arbeitet, geht der Job aufgrund der Zeitverschiebung erst abends los. Zu den üblichen Bürozeiten kümmern sich Katrin Moder und ihr Team also um das Tagesgeschäft und erst abends kommt das US-Geschäft hinzu. „Aber das war es wert! Spätestens als wir die ersten grünen Busse auf amerikanischen Straßen fahren gesehen haben,“ freut sie sich. Und der American Dream ist noch in vollem Gange: FlixBus hat gerade erst ein neues Office in New York eröffnet. Drei weitere Hubs (Verkehrsnetze) kommen dieses Jahr noch hinzu.

Doch nicht nur mit Fernbusreisen gibt die FlixMobility GmbH Impulse auf dem Mobilitätsmarkt. Letztes Jahr ist das Unternehmen mit der Marke FlixTrain ins Geschäft mit Fernzügen eingestiegen. Der momentane Gegenspieler von FlixBus ist also kein Geringer als die Deutsche Bahn: „Wir hatten zwar auf der Straße auch einen harten Wettbewerb, aber im deutschen Schienenfernverkehr gibt es wirklich nur den einen Monopolisten. Die kämpfen mit harten Bandagen.“ Das erklärte Ziel: ein für Reisende attraktives Mobilitätskonzept umzusetzen und dem Kunden eine sinnvolle Alternative zur Deutschen Bahn aber vor allem dem eigenen Auto zu liefern.

„Wir wollen dem Kunden eine echte Alternative zur Deutschen Bahn aber vor allem zum eigenen Auto liefern.“

Katrin Moder steht auf Terrasse des FlixBus Gebäudes in München

Wie Katrin Moders Karriereweg bei FlixBus und FlixTrain zeigt, geht ihr Job als General Counsel weit über die klassische Juristerei hinaus. Sie denkt unternehmerisch und übernimmt Managementaufgaben: „Ich muss über meinen eigenen Bereich hinausdenken und lösungsorientiert arbeiten.“ Wichtig ist auch eine kommunikative Kompetenz: „Von mir und meinem Team wird erwartet, dass wir unseren Kollegen juristische Sachverhalte verständlich erklären.“

Katrin Moder hat viele Herausforderungen gemeistert und die höchste Karrierestufe als Syndikusanwältin erreicht. Man merkt ihr an, dass sie mit Herzblut dabei ist: „Ich kann sehr viel selber aufbauen und arbeite mit einem jungen Team zusammen, bei dem einfach unglaublich viele inspirierende, gute Leute dabei sind. Vor allem die Gründer sind wirklich mitreißend. Alle leben den Entrepreneurial Spirit.“ Sie bringt für die Position des General Counsel das mit, was man in einem Mobilitäts-Unternehmen braucht: Unternehmergeist, Freude an Kommunikation und Neugier. Attribute, die sie auch aufstrebenden Juristen ans Herz legt.

„Juristen empfehle ich, unternehmerisch zu denken, Herausforderungen anzunehmen und neugierig zu bleiben.“

Katrin Moder steht im Büro vor FlixBus Logo
Katrin Moder sitzt im Meetingraum und hält ihr Interview

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